Alkoholkultur für Jugendliche - Tipps für Gemeinden

  1. Ein komplexes, kommunikationsorientiertes Vorhaben wie AHA – alternative happy hours muss von Personen vor Ort betreut werden.
    Dazu scheint es notwendig, dass Einrichtungen der Jugendarbeit und Jugend­kulturarbeit von darin vertrauten Personen begleitet werden, Gastronomielokale von solchen, die mit gastronomischen Abläufen vertraut sind.
  2. Insbesondere Einrichtungen der Jugendkulturarbeit haben sich als geeig­net erwiesen, Alkoholkultur und damit Prävention im Sinne von AHA – alternative happy hours zu vermitteln.
  3. Die Größe des Lokals ist ebenso für den Projekterfolg entscheidend (je kleiner desto kommunikativer) wie die Interventionsform der Gemeinde: je mehr hier Druck ausgeübt wird, desto mehr kommt es zu innerem Wider­stand der GastronomInnen.
  4. Andererseits ist es von höchster Bedeutung, dass ein Projekt wie AHA – alternative happy hours in einen Gesamtplan eingebunden ist, der ver­schiedene alkoholpräventive Maßnahmen vorsieht.
  5. Eine Kultur des Genießens zu vermitteln, ist Voraussetzung für eine be­wusste Alkoholkultur.
  6. Vor der Zusammenarbeit mit Gastronomielokalen ist es notwendig, deren Bedürfnisse und Arbeitsrhythmen kennen zu lernen.
  7. Überregionale Projekte geben den darin Tätigen Rückhalt und ermögli­chen den Zuwachs von Know-how durch Erfahrungsaustausch.
  8. Soll es zu einer Evaluierung des Projekts durch die Befragung jugend­licher Kunden kommen, so bedarf es der Sicherstellung derer Erreichbar­keit, um nach Projektende mit ihnen wieder in Kontakt treten zu können.
  9. Die Vermittlung von Alkoholkultur braucht Rahmenbedingungen: dazu gehören Aktionen ebenso wie Restriktionen, also Begleitung durch Kon­trollen des Jugendschutzgesetzes durch die Exekutive.
  10. Jugendliche nehmen die Interventionen von Jugend- und Sozialarbeitern insbesondere dann wahr und an, wenn diese ihnen mit akzeptierender Hal­tung entgegen treten