Alkoholkultur für Jugendliche - Tipps für VeranstalterInnen

Kreative Veranstalter machen sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber, wie sie dem Alkoholmissbrauch oder Gewalt begegnen wollen und ersparen sich so Stress und negative Schlagzeilen. Jeder von Ihnen, ob Caterer oder VeranstalterIn, kennt sicherlich zahlreiche Möglichkeiten, den Veranstaltungsort bzw. den Ausschankbereich für junge Leute attraktiv zu machen. Hier einige zusätzliche Profi-Tipps, die nicht nur jugendgerecht sind, sondern auch von Erwachsenen gerne angenommen werden:

Kurzfristige Maßnahmen:

  • Weisen Sie auch im Eingangsbereich auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen hin. Informieren sie Ihre MitarbeiterInnen über die jeweiligen Jugendschutzbestimmungen.
  • Geben Sie auf der Getränkekarte neben das Getränk eine Altersbewertung - ähnlich dem Kinoprogramm. zB "ab 18" - für harte Getränke, "1+" für alkoholfreie Getränke.
  • Servieren Sie bei alkoholischen Getränken GRATIS ein Glas Wasser mit – wie beim Kaffee. Hier ist auf die Form der Präsentation zu achten.
  • Bieten Sie die beliebtesten alkoholischen Getränke auch in alkoholfreien Versionen zu einem günstigeren Preis an. zB Virgin Mojito, Virgin Colada, alkoholfreies Bier, ...
  • Gestalten Sie die Happy Hour, die meist frühabends stattfindet, auch mit alkoholfreien Cocktails.
  • Für unentschlossene Gäste, die eine Empfehlung wünschen: kreieren Sie einen speziellen alkoholfreien Cocktail, dem Sie einen kreativen Namen verleihen. (ev. Lokal, Ort, etc.)
  • Unterzeichnen sie die Charta zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.
    Mit der Unterzeichnung der Charta zum verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol bekennen sich Handelsunternehmen, Gastronomie und Tankstellen zu den in der Charta beschriebenen Grundsätzen und fühlen sich auch künftig dazu verpflichtet, ihre Unternehmenspolitik an den genannten Prinzipien zu orientieren.

Mittelfristige Maßnahmen mit Vorbereitungszeit:

Ein Praxistipp für Veranstaltungen: Bandeln Sie an!
Die Alterseinteilung „Wer darf was trinken?“ mittels verschiedenfarbiger Kontrollbänder, die zugleich auch Eintrittsstempel sind, entlastet das Servicepersonal.

Peers oder Mentoren "begleiten" Jugendliche bei größeren Festen

Peers sind Jugendliche die im Umgang mit Problemen, legalen und illegalen Drogen, sowie in Kommunikation und Konfliktlösung geschult sind. Da Gleichaltrigkeit Glaubwürdigkeit schafft, können Peers für mehr Sicherheit sorgen. Nicht nur die Eltern, auch die Jugendlichen werden es Ihnen danken (Informationen finden Sie bei der Suchtpräventionsstelle in Ihrem Bundesland).

Informationsstellen und Pilotprojekte

Information zu organisatorischen oder rechtlichen Fragen finden Gastwirte/innen bei ihrem Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich. Wertvolle Informationen finden Sie auch auf www.promille.at, der offiziellen Internetplattform des Fachverbandes Gastronomie.